Politisches Seeland

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In der MITTELDEUTSCHEN ZEITUNG gelesen: Feuerwehr in der Stadt Seeland – Ist neue Drehleiter für 600.000 Euro nötig?

Von Kerstin Beyer

Nachterstedt – Soll die Seeland-Feuerwehr eine neue Drehleiter bekommen oder tut es auch eine gebrauchte? Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses standen vor genau dieser Frage und entschieden sich nach Abwägung aller Argumente für eine außerplanmäßige Ausgabe für eine neue Leiter. Ob es so kommt, entscheidet der Stadtrat am 14. März.

Die bisher genutzte Leiter aus den 80er Jahren hat im vergangenen Herbst den Geist aufgegeben. Eine Reparatur wäre möglich, würde nach Aussagen aus der Verwaltung aber rund 120.000 Euro verschlingen.

Bei rund 600.000 Euro, die ein neues Drehleiter-Fahrzeug kostet, geht es jedoch auch um eine Menge Geld, das bisher im Haushalt der Stadt Seeland nicht verankert ist. Die erhoffte finanzielle Hilfe vom Land kommt nicht. Denn bei der Landesausschreibung, die die Leiter günstiger gemacht hätte, konnte die Stadt Seeland nicht mehr berücksichtigt werden, berichtet Seelandbürgermeisterin Heidrun Meyer enttäuscht.

Eine Alternative zum Neukauf wäre eine gebrauchte Drehleiter, die je nach Alter mit Summen zwischen 200.000 und 400.000 Euro zu Buche schlagen würde. Nach Gesprächen mit den Feuerwehrleuten halten die Ausschussmitglieder nur eine neue Leiter, die alle Anforderungen erfüllt, für effektiv.

Die neuen Maschinen seien „schneller, besser und funktionaler“ geworden, weiß Bernd Voigtländer. Aus dem Kreis der Stadträte kam mehrfach das Argument, bei gebrauchten Leitern würden in der Folge erneut Reparaturkosten auflaufen. Gerhard Redöhl und Alfred Malecki verwiesen auf die Feuerwehr als Pflichtaufgabe, und so „müssen wir in den sauren Apfel beißen“, so Malecki.

Harald Albrecht betonte, dass die Anschaffung der ganzen Stadt zugute kommt, und mehrere Ausschussmitglieder vermuten, dass gebrauchte Leitern „nicht umsonst abgestoßen werden“. Mario Lange möchte bis zur Stadtratssitzung gern wissen, wie hoch die Reparaturkosten für die alte Leiter in den vergangenen Jahren gewesen sind. Er sperre sich nicht gegen den Vorschlag, ein neues Gerät anzuschaffen, bittet die Verwaltung aber trotzdem, Alternativen unter „jüngeren Gebrauchten“ zu prüfen.

Die Seelandbürgermeisterin versteht das, verweist aber auf einen Bedarf, der „im ganzen Land groß“ ist. Deshalb seien auch gebrauchte Fahrzeuge teuer. (mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/26145946 ©2017

 

In der MITTELDEUTSCHEN ZEITUNG gelesen: Stadtrat Aschersleben -15.000 Euro für die Seeland-GmbH

Von Harald Vopel

Aschersleben – Der Ascherslebener Stadtrat hat im Rahmen seiner jüngsten Sitzung in der vergangenen Woche dem Jahresabschluss 2015 der Seeland Gesellschaft für Tagebauentwicklung mbH zugestimmt. Die Stadt Aschersleben ist mit sechs Prozent am Stammkapital der Gesellschaft beteiligt.

Trotz der Tatsache, dass der Concordia-See seit einem Erdrutsch im Jahr 2009 bis heute touristisch nicht genutzt werden kann, erwirtschaftete das Unternehmen 2015 einen leichten Überschuss von 3.009,73 Euro. Der höchsten Anteil der Einnahmen, nämlich rund 33.000 Euro, bildeten die Parkplatzgebühren. Das waren 3.000 Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Zur Verbesserung der Infrastruktur hatte die Seeland Gesellschaft für Tagebauentwicklung mbH im Jahr 2015 unter anderem zahlreiche Spielgeräte auf dem Abenteuerspielplatz ausgebessert, eigene Veranstaltungen wie den Saisonauftakt auf dem Spielplatz organisiert und den Fahrradrast- und Informationsstützpunkt als Servicestelle betrieben.

Ohne weitere Zuschüsse durch die Gesellschafter werde das Unternehmen allerdings auch weiterhin nicht auskommen, heißt es im Bericht zum Jahresabschluss. Diese Zuschüsse betrugen 2015 insgesamt rund 261.000 Euro. Der Anteil der Stadt Aschersleben lag bei rund 15.000 Euro. (mz)

– Quelle: http://www.mz-web.de/25919482 ©2017

Wenn Spielplätze Geld kosten: Größter Freiluft-Spielplatz des Landes nimmt Eintritt

Schadeleben – Die Nachricht kam überraschend: Wer das Abenteuerland, den größten Freiluft-Spielplatz Sachsen-Anhalts, besuchen will, muss ab diesem Jahr Eintritt bezahlen. Erstmalig, seit die inzwischen acht Hektar große Spiellandschaft am Concordia See vor 15 Jahren eingerichtet wurde.

Sebastian Kruse, der Geschäftsführer der zuständigen Seeland-Gesellschaft, listet die neuen Preise auf: zwei Euro für Kinder ab drei Jahren, Erwachsene drei Euro, dazu Gruppentickets für Schulklassen bis 15 Personen für 20 Euro, ebenso viel kostet eine Jahreskarte für die Anwohner, die das Terrain regelmäßig nutzen. Das Parken wird dafür kostenlos sein.

„Wir haben sehr human gerechnet“, findet Kruse. „Ich weiß, das wird trotzdem Diskussionen geben“, zuckt er die Schultern. „Aber wir können nicht anders.“

Kosten sind insgesamt gestiegen

Die Kosten seien gestiegen. Sowohl für das Personal als auch für die Unterhaltung der etwa 40 Spielgeräte. „Die bestehen nun einmal aus Naturmaterialien“, spricht Kruse von Robinienholz. Aus dem sind die Rutschen, Schaukeln, Wippen, vor allem aber die geschnitzten Holzfiguren gemacht. „Und Holz muss ständig ausgetauscht werden. Erst recht, wenn die Geräte schon so alt sind.“

Jede Woche müsse da irgendwo etwas ausgebessert werden, selbst jetzt im Winter, berichtet Kruse auch von Vandalismus. […]

– Quelle: http://www.mz-web.de/25724448 ©2017

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