Politisches Seeland

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Kategorie: Seeland-Historie

In der MITTELDEUTSCHEN ZEITUNG gelesen: Concordia See – Freigabe für touristische Nutzung erneut gescheitert

Der Concordia-See im Juni 2008 , Foto: Ingo Biron

Schadeleben – Enttäuschung macht sich breit im Seeland, seit bekannt wurde, dass die Teilfreigabe des Concordiasees für die touristische Nutzung nicht wie geplant in diesem Jahr stattfinden kann. „Es gibt intensiven Erläuterungsbedarf“, begründet Uwe Steinhuber, Pressesprecher der mit der Sanierung beauftragten Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), diesen Schritt. In den nächsten Wochen wollen Fachleute der LMBV und des Landesamtes für Geologie und Bergwesen (LAGB) beraten.

Heidrun Meyer, Bürgermeisterin der Stadt Seeland, bezeichnet die erneute Verschiebung der Freigabe als eine „herbe Enttäuschung“. Es sei allerdings wichtig zu wissen, dass alles genau unter die Lupe genommen werde. Nachdem im Juni 2016 ein Seilbagger in den Concordiasee gestürzt war, wurde dem Bergamt ein Gutachten übergeben und von der Behörde ausgewertet. „Im August soll ein Treffen stattfinden, bei dem wir Informationen darüber bekommen, wie es nun weitergehen soll“, sagt die Seeland-Bürgermeisterin.

„Masterplan“ zur touristischen Nutzung des Concordia Sees

Entsprechend der Aussagen des LAGB werde dann der „Masterplan“ zur touristischen Nutzung erneut angepasst. „Den Plan wollen wir endlich der Öffentlichkeit vorstellen, aber das können wir nicht, wenn wir nicht wissen, ob wir ihn tatsächlich so umsetzen können“, erklärt Heidrun Meyer. Sie wolle das LAGB zu keiner Entscheidung drängen, fordert aber, dass ein Zeitplan für die weiteren Abläufe aufgestellt wird. „Wir brauchen eine Sicherheit, an der wir uns orientieren können“, so die Bürgermeisterin. „Aber wenn die Fachleute ihre Zeit brauchen, dann ist das nun mal nicht zu ändern. Es gilt schließlich, ein erneutes Unglück zu verhindern.“ Das Projekt Concordiasee dürfe trotzdem nicht zu einer „unendlichen Geschichte“ werden.

Quelle: http://www.mz-web.de/aschersleben/concordia-see-freigabe-fuer-touristische-nutzung-erneut-gescheitert-27961664

Eine Stadt in finanziellen Nöten: Was bringen da Unternehmen mit kommunaler Beteiligung?

DSCN3993Der jüngste Beitrag in diesem Blog zum Thema „Masterplan Seeland“ blieb – nicht unerwartet – ohne wahrnehmbare Reaktion. Keine Kommentare, keine Dementis.

Eigentlich wie immer bei kritischen Anmerkungen an die Adresse der Stadt Seeland. Nun eben einmal mehr.

Überhaupt ist unser Seeland seit der Bürgermeisterwahl vor zwei Monaten politisch scheinbar in Agonie gefallen, das Schweigen der politischen Parteien vor Ort (Im Vorfeld des Urnengangs im Juni d. J. blieben alle unsere Anfragen von allen etablierten Parteien auf kommunaler Ebene unbeantwortet.) ist nunmehr geradezu schmerzhaft dröhnend geworden.

Dabei wäre es für den politischen Beobachter doch z. B. interessant zu erfahren, wo die kommunal Verantwortlichen denn nun die praktikablen Ansätze sehen, den aktuell beschlossenen Haushalt der Stadt ausgabenseitig so zu korrigieren, dass er kommunalrechtlich endlich genehmigt werden kann.

Könnten dabei auch jene Unternehmen in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, an denen die Stadt Seeland alleiniger kommunaler Kapitaleigner oder Teileigentümer ist?

Welche sind diese in welchen Rechtsformen eigentlich und mit welchen Anteilen ist die Stadt Seeland an ihnen jeweils beteiligt?

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Ein Masterplan Seeland? Am Bürger vorbei?

Masterplan_SeelandDeckblatt_0001Natürlich: Nicht nur POLITISCHES SEELAND hatte sich sofort am Abend des 28. Juni so seine düsteren Gedanken gemacht, wie es nun mit dem Infrastrukturprojekt HARZER SEELAND nach dem erneuten Erdrutsch am Nachterstedter Concordia-See weitergehen würde, stand bis dahin doch das Jahr 2017 als Jahr des Wiederauflebens eines geschäftigen Bade- und Freizeitbetriebs faktisch fest. Und nun wieder in den Sternen.

Wer wusste da schon, dass damit auch ein ambitionierter Masterplan Seeland „Das Mehr am See – Entwicklungsstrategien des Harzer Seelands“, uns vorliegend als Vorabzug mit Arbeitsstand 12. April 2016, in schwere Fahrwasser und Schieflage geriet, ein tausende EURO teures Planungskonzept zweier Projektplanungsunternehmen verwandelte sich zu großen Teilen schlagartig in Makulatur.

Die Projektentwickler hatten hier doch auf 112 (!) DIN A4-Druckseiten mit vielen Tabellen, Schemata und Grafiken wortreich, exakt, sachkundig und phantasiebegabt eine prächtige Vision des Harzer Seelands über einen Zeitraum bis 2025 gezeichnet, der der realitätsbewusste Betrachter mit offenem Mund oder auch den Kopf schüttelnd gegenüber steht, die den ehrgeizigen, sich selbst überhebenden Kommunalstrategen aber politisch begeistert zurücklässt.

Doch POLITISCHES SEELAND erinnerte sich sofort an die überbordende Euphorie der 1990er, die ähnlich klang, dann sanft, aber nachdrücklich dem real life Tribut zahlen musste und 2009 eine nahezu letale Zäsur erfuhr.

Aus ihr hätte man mutig Lehren ziehen können, ja müssen.

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